DIE BLÜTE DES EINKLANGS | Ab 14. Februar 2019 überall im Kino!

Die Französin Jeanne (Juliette Binoche) reist nach Japan auf der Suche nach einer seltenen Heilpflanze. In den tiefen, undurchdringlichen Wäldern der Yoshino-Berge soll sich die geheimnisvolle Pflanze Vision befinden. Sie blüht der Legende nach nur einmal alle 997 Jahre und befreit den Menschen von seinen Ängsten und Schwächen. Während ihrer Reise trifft sie auf Tomo (Masatoshi Nagase), der die Wälder sein Zuhause nennt und spürt, dass in den Bergen eine beunruhigende Veränderung vor sich geht. Jeanne ist überzeugt, dass die mysteriöse Pflanze kurz vor ihrer Blüte steht. Ein Jahrtausendereignis kündigt sich an und Jeanne wird auf den Spuren ihrer Vergangenheit nicht nur Tomo, sondern auch der Essenz der menschlichen Existenz unvergleichlich nahe kommen.

DIE BLÜTE DES EINKLANGS von der japanischen Ausnahmeregisseurin Naomi Kawase (KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN) mit der französischen Oscar®-Preisträgerin Juliette Binoche in der Hauptrolle ist eine hinreißend märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele. Zwischen rauschenden Wäldern und knisternder Stille schafft Naomi Kawase eine einzigartige Atmosphäre unbeschreiblicher Mystik, in der Natur und Leben ihren Einklang finden.

Naomi Kawase wurde 1969 in Nara, Japan, geboren. Während und nach ihrem Studium an der Universität für visuelle Künste in Osaka realisierte sie einige Kurz- und Dokumentarfilme, in denen sie sich mehrfach mit dem Thema ihrer eigenen Familiengeschichte auseinandersetzte. Ihr Spielfilmdebüt gab Kawase, die die Drehbücher zu all ihren Filmen selbst verfasst, mit MOE NO SUZAKU (1997), der in Cannes mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde. Sie präsentierte in späteren Jahren weitere Filme im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes: SHARA – LICHT UND SCHATTEN (2003), DER WALD DER TRAUER (Gewinner des Großen Preises der Jury, 2007), HANEZU (2011) und STILL THE WATER (2014). 2013 war Naomi Kawase Jurymitglied in Cannes. Ihr Film KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN eröffnete 2015 die Sektion Un Certain Regard in Cannes, gefolgt von RADIANCE im Cannes Wettbewerb 2017. Ihr neuer Film DIE BLÜTE DES EINKLANGS feierte seine internationale Premiere beim diesjährigen Toronto International Film Festival und seine Europapremiere im Wettbewerb vom San Sebastian International Film Festival. Naomi Kawase lebt und arbeitet in Japan. Sie ist außerdem Gründerin des Filmfestivals in Nara. Sie hat sich als eine außergewöhnliche Regisseurin und Künstlerin einen Namen gemacht, die es versteht, das Reale zu stilisieren und dabei zugleich berührend und poetisch zu sein.

Filmografie (Auswahl)

DIE BLÜTE DES EINKLANGS (2018)

Toronto International Film Festival, San Sebastian International Film Festival

RADIANCE (2017)

Cannes Film Festival, Wettbewerb – Preis der Ökumenischen Jury

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN (2015)

Cannes Film Festival, Un Certain Regard – Eröffnungsfilm

STILL THE WATER (2014)

Cannes Film Festival, Wettbewerb

HANEZU (2011)

Cannes Film Festival, Wettbewerb

DER WALD DER TRAUER (2007)

Cannes Film Festival, Wettbewerb – Großer Preis der Jury

SHARA – LICHT UND SCHATTEN (2003)

Cannes Film Festival, Wettbewerb

HOTARU (2000)

Locarno Film Festival – CICAE-Preis & FIPRESCI-Preis

MOE NO SUZAKU (1997)

Cannes Film Festival – Goldene Kamera, International Film Festival Rotterdam – FIPRESCI-Preis

Eines Tages, als ich am Steuer eines Autos saß, kam ich zu dem Schluss, dass die heutige Gesellschaft eine Welt perfektionieren kann, in der wir allein leben können. In Filmen über das Thema Zerstörung der Menschheit gibt es eine plötzliche Explosion oder einen Virus, der zur Zerstörung führt. Aber was ist, wenn diese Zerstörung mit unserem vollen Einverständnis passiert?

Es ist mühsam, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen. Das Leben ist einfacher ohne Ehe oder Kinder. Man hat mehr Freiheit, wenn man nur für sich allein die Verantwortung trägt. Wenn man nichts zu einer Gemeinschaft beiträgt, kann man einfach Geld bezahlen und sich alle extravaganten Dinge leisten, die man sich wünscht. Das Zeitalter hat begonnen, in dem man leben kann, ohne die Verbindung zu anderen zu suchen. Aber ist es das, wonach die Menschheit gestrebt hat? Ist das die „opulente Zukunft“, die uns durch die Anhäufung von Wissen versprochen wurde? Das frage ich mich ernsthaft.

Beziehungen auszuschließen, die Weitergabe der Gene zu verweigern, keinerlei Schmerz des Nachbarn zu teilen, eine gesichtslose Gesellschaft wird als selbstverständlich angesehen und über das eigene Leben hinaus braucht man nichts weiter. Ist das nicht Beweis genug, dass wir still und leise bereits in das Zeitalter der Zerstörung eingetreten sind?

Welchen Einfluss hat Kunst auf die Menschheit? Künstler aller Genres haben diese Frage seit Jahrhunderten verfolgt, aber sie müssen uns noch eine Antwort liefern. Egal was für außergewöhnliche Kunst angewandt wird, Kriege wurden nicht beseitigt, Ungleichheit und Armut, die ihre Wurzel in der Bildung sozialer Schichten haben, sind nicht von der Erde verschwunden. Wenn ich jedoch meine Hoffnung auf dieses Potenzial setze und mich an kreativen Aktivitäten beteilige, die die Rolle der Kunst erforschen, mache ich Entdeckungen im Bereich dieses Films und ich teile die Türen, die zu „wahrem Reichtum“ führen.

Dieser Film beleuchtet das „Unbehagen“, das in der heutigen Gesellschaft entsteht, während er sich auf unsere Verschiedenheiten einlässt und den nächsten Moment vorschlägt, den die Menschheit willkommen heißen sollte.

Juliette Binoche

als Jeanne

Juliette Binoche wurde 1964 in Paris geboren. Schon als Kind entdeckte sie das Theater für sich, ihre Karriere startete dann mit TV-Produktionen. Im Alter von 23 Jahren begeisterte sie die Kritiker mit ihrer Hauptrolle im Kinofilm DIE UNERTRÄGLICHE LEICHTIGKEIT DES SEINS (1988). Es folgten Filme wie DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF (1991), in dem Juliette Binoche eine erblindende Malerin spielt, VERHÄNGNIS (1992) sowie die DREI FARBEN-Trilogie DREI FARBEN – BLAU, DREI FARBEN – WEISS, DREI FARBEN – ROT (1993, 1994). Im Jahr 1997 gewann sie den Oscar® als Beste Nebendarstellerin für DER ENGLISCHE PATIENT, 2001 wurde sie als Beste Hauptdarstellerin erneut nominiert, diesmal für ihren Part in CHOCOLAT – EIN KLEINER BISS GENÜGT (2000). In ihrer langjährigen Karriere arbeitete sie bereits mit zahlreichen bekannten Regisseuren zusammen, unter anderem Abbas Kiarostami (SHIRIN, 2008; DIE LIEBESFÄLSCHER, 2010), Michael Haneke (CODE UNBEKANNT, 2000; CACHÉ, 2005), David Cronenberg (COSMOPOLIS, 2012), Olivier Assayas (DIE WOLKEN VON SILS MARIA, 2014), Isabel Coixet (NOBODY WANTS THE NIGHT, 2015) und Bruno Dumont (DIE FEINE GESELLSCHAFT, 2016). 2017 spielte sie in GHOST IN THE SHELL an der Seite von Scarlett Johansson und war unter der Regie von Claire Denis in MEINE SCHÖNE INNERE SONNE zu sehen.

Filmografie (Auswahl)

DIE BLÜTE DES EINKLANGS (2018)

MEINE SCHÖNE INNERE SONNE (2017)

GHOST IN THE SHELL (2017)

DIE FEINE GESELLSCHAFT (2016)

NOBODY WANTS THE NIGHT (2015)

DIE WOLKEN VON SILS MARIA (2014)

COSMOPOLIS (2012)

DIE LIEBESFÄLSCHER (2010)

SHIRIN (2008)

PARIS, JE T’AIME (2006)

CACHÉ (2005)

CHOCOLAT – EIN KLEINER BISS GENÜGT (2000)

CODE UNBEKANNT (2000)

DER ENGLISCHE PATIENT (1996)

DREI FARBEN: BLAU (1993)

DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF (1991)

DIE UNERTRÄGLICHE LEICHTIGKEIT DES SEINS (1988)

Masatoshi Nagase

als Tomo

Masatoshi Nagase wurde 1966 in Miyazaki, Japan, geboren. Er schmiss die Schule und zog nach Tokio, um 1983 seine Schauspielkarriere in dem Film SHONBEN RIDER zu beginnen. Während der 1980er Jahre arbeitete er hauptsächlich fürs Fernsehen. Internationale Bekanntheit erlangte er mit seinen Rollen in dem amerikanischen Kultfilm MYSTERY TRAIN (1989) von Jim Jarmusch und in dem isländischen Kritikerliebling COLD FEVER (1995) von Fridrik Thor Fridriksson. 1992 gewann er den Japanese Academy Award als Bester Nebendarsteller und Newcomer des Jahres für seine Rolle in LIEBE BRAUCHT KEINE WORTE (1991) von Yoji Yamada. Im „Asian Beat Project“, einer ambitionierten Serie von sechs Filmen, in sechs verschiedenen Ländern zwischen 1991 und 1992 gedreht, übernahm Nagase in allen Filmen die Hauptrolle. Der letzte Film der Serie, HERBSTMOND, gewann 1992 den Goldenen Leoparden des Internationalen Filmfestivals von Locarno. In Filmen wie SUICIDE CLUB (2001) von Sion Sono und A FOREST WITH NO NAME (2002) von Shinji Aoyama wurde er wieder als Hauptdarsteller besetzt. 2004 arbeitete Nagase mit Yoji Yamada an dessen zweiten Samurai-Film THE HIDDEN BLADE – DAS VERBORGENE SCHWERT, der das 17. Tokyo International Film Festival eröffnete. 2008 wurde er beim Yokohama Film Festival als Bester Nebendarsteller in FUNUKE SHOW SOME LOVE, YOU LOSERS! ausgezeichnet. 2016 stand er an der Seite von Adam Driver in PATERSON vor der Kamera. Mit Naomi Kawase hat Masatoshi Nagase vor DIE BLÜTE DES EINKLANGS bereits mehrfach zusammengearbeitet: 2015 in KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN und 2017 in RADIANCE.

Filmografie (Auswahl)

DIE BLÜTE DES EINKLANGS (2018)

RADIANCE (2017)

PATERSON (2016)

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN (2015)

FUNUKE SHOW SOME LOVE, YOU LOSERS! (2007)

THE HIDDEN BLADE – DAS VERBORGENE SCHWERT (2004)

A FOREST WITH NO NAME (2002)

SUICIDE CLUB (2001)

COLD FEVER (1996)

HERBSTMOND (1992)

LIEBE BRAUCHT KEINE WORTE (1991)

MYSTERY TRAIN (1989)

Cast

Jeanne

Juliette Binoche

Tomo

Masatoshi Nagase

Rin

Takanori Iwata

Gaku

Mirai Moriyama

Aki

Mari Natsuki

Hana

Minami

Minamoto

Min Tanaka

in weiteren Rollen

Kazuko Shirakawa, Jiji Boo, Koh

Crew

Regie, Drehbuch, Schnitt

Naomi Kawase

Kamera

Arata Dodo

Szenenbild

Setsuko Shiokawa

Kostüm

Meg Mochiduki

Maske

Setsuko Yoshino, Céline Planchenault

Ton

Roman Dymny, Eiji Mori

Musik

Makoto Ozone

Schnitt

François Gedigier, Yoichi Shibuya

Sound Design

Roman Dymny

Tonmischung

Niels Barletta

Mit Unterstützung von

Masato Odake

Postproduktionsleitung

Christina Crassaris

Produzenten

Satoshi Miyazaki, Marianne Slot, Naomi Kawase

Ausführender Produzent

Exile Hiro

Produktion

LDH, Slot Machine, Kumie

In Zusammenarbeit mit

Agency of Cultural Affairs Japan

Mit Beteiligung von

Haut & Court Distribution, Elle Driver, Renault – Direction of International Relations

Kinoliste

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Flensburg

51 Stufen

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Frankfurt/Main

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Hamburg

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Gloria

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Union

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München

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München

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München

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